Öffentlichkeitsarbeit

Einer der bundesweit größten Umweltskandale: Vergiftete Arbeiter in einem Musterbetrieb für PCB-EntsorgungNVIO und PCB-Vergiftungen löst bundesweit mediale Aufmerksamkeit aus

ARD, ZDF, WDR, RTL2, Westpol, Westfälische Rundschau, Ruhrnachrichten, Spiegel, taz, Welt, Welt am Sonntag und die FAZ berichteten über „einen der größten Umweltskandale in der Geschichte Deutschlands“, wie es die Tagesschau formulierte. Bei dem Dortmunder PCB-Entsorger ENVIO wurden Arbeiter und Leiharbeiter mit hoher krimineller Energie durch PCB schwer vergiftet – es gehört zu dem sogenannten „dreckigen Dutzend“ und wurde als gefährliches Gift von der UN weltweit geächtet. Die Zeugen aus dem Betrieb, Arbeiter und Leiharbeiter, wendeten sich mit ihren Schilderungen über die katastrophalen Zustände bei ENVIO an die Grüne Ratsfraktion. Das Video eines Werbefilmproduzenten bestätigte alle Vorwürfe.

Tagesschau: Prozessbeginn vor dem Landgericht Dortmund

Ab diesem Zeitpunkt war ich intensiv mit der Aufklärung des Umweltskandals beschäftigt und begleitete die Entwicklung durch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Um den Geschädigten eine faire Rechtsvertretung im Prozess zu ermöglichen, sammelte ich mit Erfolg Spenden für international anerkannte PCB-Fachleute. Auch die Angehörigen und Kinder der Arbeiter waren von Gesundheitsschädigungen betroffen, da das PCB durch die Arbeitskleidung in die Wohnungen getragen wurde.

Politische Aufarbeitung

Das WDR-Magazin Westpol berichtet zur Rolle der Behörden

 WDR Politikmagazin Westpol am 24.10.2010 zur Rolle der Behörden

Durch umfassende Akteneinsicht nach Informationsfreiheitsgesetz (IFG) und Umweltinformationsgesetz (UIG) sowie zahlreiche Anfragen im Umweltausschuss der Stadt Dortmund an die Bezirksregierung Arnsberg deckte ich Fakten zu den Ursachen des Umweltskandals und zu Klärung der Rolle der zuständigen Behörden auf. Durch die Kontaktaufnahme zu den Medien, das Übermitteln relevanter Informationen und die Begleitung der Recherchen unterstütze ich die Berichterstattung.

Hilfe für die Opfer

Rechtsbeistand für die ENVIO-Opfer

ZDF Frontal 21: Infoveranstaltung mit Dr. Birkenstock und Ulrike Märkel


             Frontal21 berichtet am 08.05.2012 über den PCB-Umweltskandal

Vor dem Beginn des Strafprozesses vor dem Landgericht Dortmund konnte ich als Rechts-
beistand der vergifteten Arbeiter den Star-Anwalt Dr. Birkenstock gewinnen. Um die Arbeiter und ihre Familien zur Rechtslage und über die Möglichkeit einer Nebenklage zu informieren, organisierte ich eine öffentliche Informations-Veranstaltung. Anwalt Dr. Birkenstock und die Vertreterinnen und Vertreter der Gewerkschaften klärten über die Klagemöglichkeit wegen schwerer Körperverletzung auf. Printmedien und TV-Formate berichteten über diese Veranstaltung. Viele Arbeiter schlossen sich nach der Veranstaltung der Sammelklage an, die Gewerkschaft Verdi übernahm die Anwalts-Kosten.

Gründung des ENVIO-Opferfonds

Opferfonds

                 Website des Opferfonds – 10.000 Euro für Gutachter

Damit die geschädigten Nebenkläger eigene, neutrale Fachgutachten in den Prozess einbringen können, sammelte ich für den ENVIO Opferfond Spenden in Höhe von 10.000 Euro ein. Zahlreiche Menschen aus Gesellschaft und Politik beteiligten sich an dem Fond. Die Gutachter schilderten vor dem Landgericht Dortmund ausführlich die Toxizität und die Auswirkungen des Nervengifts PCB auf die ENVIO-Arbeiter. Von den typischen PCB-Krankheitssymptomen, wie Störungen des zentralen Nervensystems, Beeinträchtigungen des Hormonhaushalts, Erkrankungen der Schilddrüse sind auch die Kinder und andere Familienangehörige der Arbeiter betroffen.

ZDF Frontal21: Der PCB Umweltskandal um Envio weitet sich aus

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